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Ein Prosit der Gemeinschaft - Oktoberfest in Siegen
28.9.2026

Mit einem ökumenischen Gottesdienst ging am letzten Septemberwochenende das Siegener Oktoberfest zu Ende. Dafür kamen die Gäste am Sonntagvormittag im Festzelt auf dem Bismarckplatz zusammen.
Gestaltet wurde er von Pfarrerin Karin Antensteiner von der Evangelischen Kirchengemeinde Weidenau und Alexandra Podstawa vom Katholischen Pastoralen Raum Siegen. Musikalisch begleitete Kevin Brachthäuser-Weirich den Gottesdienst auf der steirischen Harmonika.
Die Idee für den Gottesdienst kam von den Veranstaltern des Siegener Oktoberfestes. Antensteiner und Podstawa erklärten sich gerne bereit, den ersten ökumenischen Gottesdienst im Rahmen des Festes zusammen zu gestalten. Nach einem erfolgreichen Festwochenende mit guter Atmosphäre sei der Gottesdienst ein schöner Abschluss gewesen, berichtete eine Kellnerin, die auch an den Tagen zuvor im Einsatz gewesen war.
Für einige Lacher sorgte die Ansprache zur biblischen Hochzeit zu Kana, in der auch das gemeinsame Feiern und die Begegnung mit anderen Menschen im Mittelpunkt standen. In der Erzählung geht während einer Hochzeitsfeier der Wein aus. Übertragen auf das Festzelt stellte Podstawa die Frage, was wohl passieren würde, wenn beim Oktoberfest plötzlich das Bier ausginge. Hinter dem humorvollen Vergleich stand die Botschaft, den Blick nicht nur darauf zu richten, was fehlt oder nicht funktioniert. Stattdessen könne man bewusster wahrnehmen, was bereits da ist und im Alltag schnell selbstverständlich erscheint, etwa Zeit miteinander, Essen, Musik und die Arbeit der Menschen, die im Hintergrund zum Gelingen eines Festes beitragen.
Der Gottesdienst war mit dem Frühschoppen verbunden, sodass mit dem Segen auch das Feiern nicht endete. Die Gäste stießen miteinander an, während Brachthäuser-Weirich auf der steirischen Harmonika spielte. Schließlich wurde gemeinsam getanzt und geschunkelt, ganz im Sinne der zuvor betonten Gemeinschaft und Lebensfreude.

Nach dem Gottesdienst zeigten sich Antensteiner und Podstawa zufrieden mit der Premiere. Gerade bei einem neuen Format sei im Vorfeld schwer einzuschätzen gewesen, wie viele Menschen tatsächlich kommen würden. Umso mehr freuten sie sich über die Besucherinnen und Besucher und die Stimmung im Festzelt. In einem Punkt waren sich beide einig: Wenn die Veranstalter sie im kommenden Jahr erneut einladen, sagen sie gerne wieder zu.
Nach dem gelungenen Festwochenende richtet sich der Blick damit bereits auf das kommende Jahr. Vom 1. bis 3. Oktober 2027 soll auf dem Bismarckplatz wieder Oktoberfest gefeiert werden. Und wenn es nach Antensteiner und Podstawa geht, darf auch der ökumenische Gottesdienst wieder dazugehören.
/Helene Lobpreis

