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Wanderung für die Demokratie – sieben Tage zwischen Wald und Diskussion
29.7.2026

„Manchmal reicht Reden nicht. Manchmal muss man aufstehen und losgehen.“ Das sagen die Mitglieder des Ausschusses für Demokratie und Gerechtigkeit des Evangelischen Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein. Sie laden zu einer echten Pilgerwanderung für die Demokratie ein. Zwischen dem 6. und 12. September besteht in diesem Jahr für Interessierte die Möglichkeit, die zwölf bis 25 Kilometer langen Routen mitzuwandern.
„Die Demokratie in unserem Land braucht Menschen, die sich für sie auf den Weg machen – im übertragenen Sinn und ganz wörtlich. Genau das wollen wir tun: Sieben Tage lang pilgern wir durch unseren Kirchenkreis, vom Hochsauerland durch das Wittgensteiner Land und das Siegerland bis nach Siegen“, betont Susanne Hoffmann-Stein, die das Projekt des Ausschusses mitkoordiniert.
Die Route startet am 6. September in Winterberg, führt über Girkhausen, Bad Berleburg, Erndtebrück, Hilchenbach, Weidenau (Evau) über Wilnsdorf-Rödgen, um dann in Kaan-Marienborn zu enden. Damit legen die Pilgerinnen und Pilger am Ende bis zu 140 Kilometer an sieben Tagen im Namen der Demokratie zurück.
Pilgern, um der Welt zu begegnen
In einem Schreiben des Ausschusses, der zum Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein gehört, betont man: „Wir pilgern nicht, um der Welt zu entfliehen – sondern um ihr zu begegnen. Im Geist des Friedens, mit offenen Augen für die Schönheit unserer Region und mit offenen Ohren füreinander.“ Pilgern bedeutet für die Organisatoren: sich Zeit nehmen, zuhören, nachdenken, beten – und dabei Schritt für Schritt erfahren, „dass wir nicht allein sind“.
Unterwegs will man mit den Menschen ins Gespräch kommen. Themen sind Demokratie, die Entwicklungen in der Gesellschaft, Sorgen und Hoffnung. Die Pilgerinnen und Pilger sowie alle, die die Demokratie-Pilger durch Veranstaltungsbesuche unterstützen möchten, können sich auf zahlreiche Höhepunkte freuen.
Es stehen Gespräche, Musikabende, ein Taizé-Gebet, Friedensgebete mit Fürbitten sowie stille Andachten und das „Komplet“ (Nachtgebet) auf dem Plan. Im Weltcafé erwarten die Besucher offene Gespräche über Demokratie im ländlichen Raum. Ein Highlight findet am 10. September statt: Dann folgt die öffentliche Podiumsdiskussion am Evangelischen Gymnasium Siegen-Weidenau (EVAU). Thema ist der Wehrdienst und die Fragen zu Pflicht, Freiheit oder Gewissen.

Mehr Informationen zur Pilgerwoche gibt es hier.
Die ersten Anmeldungen erreichen den Ausschuss bereits jetzt. Daher informiert der Ausschuss für Demokratie und Gerechtigkeit über Details der Pilgerreise. Der Pilgerweg steht allen offen – ob für die ganze Woche, für eine Etappe oder nur für einen Tagesmarsch. Auch wer nicht wandert, ist herzlich eingeladen zu den Abendveranstaltungen. Die einzelnen Etappen sind frei wählbar. Ein- und Ausstieg sind jederzeit möglich.
Wer über mehrere Tage mitpilgern möchte, benötigt Schlafsack und Isomatte. Denn die Pilger werden in Kirchen und Gemeindehäusern übernachten. Das Gepäck wird übrigens vom Start zum Tagesziel transportiert. Nur das Tagesgepäck ist zu tragen – Rucksack mit Wasser, Regenjacke und Brotzeit genügen. Kosten entstehen keine, Spenden sind sehr willkommen. Der Ausschuss nimmt Anmeldungen der Pilgerinnen und Pilger unter demokratie.pilgern@web.de entgegen. /cv

