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Zurück aus Tansania: Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein unterzeichnet Partnerschaftsvertrag
25.9.2026

Die Delegation des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein ist nach zwei Wochen in Tansania wieder wohlbehalten zurück. Im Gepäck haben Jochen Wahl, Christine Liedtke, Matthias Daub und Thies Friedrichs viele Eindrücke, die besten Wünsche ihrer Gastgeber und einen wichtigen Vertrag mit den Kirchenkreisen Magharibi und Ngerengere.
Die Reise macht deutlich, dass die Partnerschaften der heimischen Kirchengemeinden und des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein mit Tansania lebendig sind. Zwei Wochen lang war die Delegation zu Gast bei Freunden.
Dutzende Bilder und Eindrücke erreichten während dieser Zeit die Heimat. Sie zeigen gelungene Projekte wie Trinkwassertanks für Dörfer, Neubauprojekte oder fröhliche Gottesdienste. „Hier ist bemerkenswert, dass wir es gleich mit zwei Landeskirchen zu tun hatten“, betont Pfarrer Thies Friedrichs. Beide seien mit ihren Bischöfen vertreten gewesen.
Die Siegen-Wittgensteiner Delegation war beeindruckt von den lebendigen Gottesdiensten mit bis zu 600 Menschen. Bemerkenswert war sicher die Einweihung eines Kindergartens in Ngerengere. Hier hatte Jochen Wahl sogar die Ehre, dass eine Gedenktafel anlässlich des Besuchs mit seinem Namen enthüllt wurde.
Einen Höhepunkt der Reise hat die Delegation bereits feiern können: So war man bei der Einführung des Superintendenten Isayah Kanduru von Ngerengere zu Gast. Bemerkenswert: Die Einführung des Superintendenten verschob man auf tansanischer Seite, damit die Besucher aus Deutschland dabei sein konnten.
Die Bilder der Delegation berichteten von zahlreichen weiteren Begegnungen mit den Menschen des Landes. Dabei traf die Reisegruppe auch alte Freunde, wie etwa Daniel Anania aus Thumbi, den Matthias Daub seit 1984 kennt.
Die zweite Woche war geprägt von der gemeinsamen Arbeit an einem Partnerschaftsvertrag. Für eine flüssige Übersetzung zwischen den Vertragspartnern sorgte Pastor Lusungu, der Partnerschaftsbeauftragte der Kirche von Tansania. Er lebte lange in Deutschland und spricht daher akzentfrei Deutsch.
Delegationsmitglied Matthias Daub moderierte den Prozess, der für alle mit einem Erfolg endete. Die Kirchenkreise Magharibi, Ngerengere und der Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein unterschrieben den Vertrag noch vor der Abreise der deutschen Gäste.
Unter den Stichworten Kirchenaustausch, Gemeindeentwicklung und professioneller Austausch werden die Kirchenkreise nun 18 Monate zusammenarbeiten. Zudem entschloss man sich zu einer konkreten Kommunikationsvereinbarung.
Jeder der Partnerkreise übernimmt eigene Aspekte. So ist der deutsche Kirchenkreis im kommenden Prozess für Wissensaustausch auf theologischer und akademischer Ebene sowie Netzwerkarbeit zuständig. Assessor Jochen Wohl betonte: „Das müssen wir jetzt ans Laufen bringen. Wir wollen zum 1. November beginnen.“

Delegation aus Siegen-Wittgenstein wieder zuhause. Der Flieger ging mitten in der Nacht von Daressalam nach Istanbul. Von der Metropole am Bosporus flog die deutsche Delegation nach Köln weiter, wo Pfarrer Peter Liedtke bereits wartete.
Thies Friedrichs war sehr dankbar für die Reise, freute sich aber auch, wieder in der Heimat zu sein. Er betont: „Die Reise war eindrucksvoll und inspirierend. Die Wertschätzung und Energie, mit der wir aufgenommen wurden, ist unglaublich.“ Es sei Interessant, eine Kirche zu erleben, die wächst, „die bauen muss, um alle unter zu kriegen.“
Und: „Gleichzeitig war es ein zwischenmenschlich wunderbarer Partnerschaftsbesuch“, betont der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde um den Kindelsberg in Kreuztal. Man habe sehr viel gearbeitet, aber auch Freunde gewonnen. Er sei dankbar für den neuen Blick auf ein Land, in dem sehr viele junge Menschen leben.
Jochen Wahl war ebenfalls sehr berührt: „Wir haben Freunde gefunden. Daher fiel der Abschied schwer.“
Die Gastgeber zeigten sich bis zuletzt von ihrer besten Seite und kleideten die deutsche Delegation mit heimischen Stoffen neu ein.
Das neue Outfit ist wohl nicht das einzige Geschenk aus Afrika. Das gut gefüllt Gepäck bezeugt, dass die Partnerschaft auch eine lebendige Freundschaft ist. /cv


