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Kirchengemeinde Niederdresselndorf verabschiedet Pfarrer Rainer Heuschneider

17.7.2026

© privat/Lautenschlager
Entpflichtung von Pfarrer Rainer Heuschneider (mitte, links) durch Superintendentin Kerstin Grünert, begleitet von Presbyter Tobias Schwerdtner und Pfarrer Jens Brakensiek (r.).

In der Ev. Kirche Holzhausen feierte die Ev. Kirchengemeinde Niederdresselndorf jetzt einen Abschiedsgottesdienst. Verabschiedet wurde Pfarrer Rainer Heuschneider, der das kirchliche Leben in Holzhausen, Lützeln sowie in Nieder- und Oberdresselndorf geprägt hat. Seit 1992 war der Pfarrer aus dem Ruhrgebiet im Siegerländer „Hickengrund“ aktiv.

Jetzt endete seine Dienstzeit mit der offiziellen Entpflichtung vom pfarramtlichen Dienst durch Superintendentin Kerstin Grünert. Die leitende Theologin weiß: „Ein Pfarramt lässt sich nicht in Zahlen messen. Es sind nicht die Gottesdienste, Sitzungen oder Amtshandlungen, die am Ende zählen. Es sind die Begegnungen. Das offene Ohr. Das gemeinsame Gebet. Das tröstende Wort. Die Ermutigung zum Glauben. Die Treue im Alltag.“

So sei dieser Tag ein Tag der Dankbarkeit. „Denn mit diesem Tag endet nicht nur ein Berufsweg – es geht eine lange Weggemeinschaft zu Ende, die Sie mit dieser Gemeinde, mit dem Kirchenkreis und mit vielen Menschen geteilt haben“, betonte Kerstin Grünert.

 

Zweifelsohne war dies ein emotionaler Gottesdienst für Rainer Heuschneider. Der engagierte Theologe ist dankbar für all die Jahre, in denen er seit 1992 in Holzhausen-Lützeln und später auch in Nieder- und Oberdresselndorf Pfarrer für seine Gemeinde war. „Ich schätze die Gemeinde und die Menschen“, betont Rainer Heuschneider, der in seiner Gemeinde neue und alternative Gottesdienstformen entfalten konnte. So gab es lange die Guten-Abend-Kirche in Holzhausen, den 11.15-Uhr Gottesdienst in Niederdresselndorf oder den Frühstücksgottesdienst in Lützeln. Rainer Heuschneider legte Wert auf eine lebendige Jugend- bzw. Konfirmanden-arbeit So begleitete auch die Extrakt-Band aus Niederdresselndorf den Abschiedsgottesdienst. Rainer Heuschneider ist auch froh darüber, dass seine Gemeinde von einem recht jungen Presbyterium geleitet wird.

© privat/Lautenschlager
Bringt Schwung in den Gottesdienst: die Extrakt-Band aus Niederdresselndorf.

So fällt der Abschied von seiner Gemeinde, dem Presbyterium und vielen Wegbegleitern etwas leichter, auch wenn der Schritt natürlich nicht einfach ist. Superintendentin Kerstin Grünert, die sich in einem letzten Dienstgespräch vor dem Gottesdienst mit ihrem Kollegen unterhielt, wandte sich an ihren Kollegen: „Sie haben Ihren Dienst mit einer klaren geistlichen Ausrichtung versehen. Ihnen war wichtig, dass Menschen Jesus Christus kennenlernen, dass Gemeinde ein Ort der Gastfreundschaft ist und dass die Bibel Orientierung für das Leben gibt. Dafür haben Sie sich mit großer Überzeugung eingesetzt – in der Gemeinde, im Kirchenkreis und weit darüber hinaus.“

Jeder Pfarrer bringe seine eigenen Gaben mit. Niemand erfülle alle Erwartungen, niemand mache alles gleich. „Aber jede und jeder hinterlässt Spuren. Sie haben Spuren hinterlassen – in den Herzen vieler Menschen, in dieser Gemeinde und in unserer Kirche.“

Superintendentin Kerstin Grünert führte aus, dass der Dienst eines Pfarrers niemals eine Einzelleistung sei. „Hinter einem langen und treuen Dienst stehen Menschen, die mittragen, zuhören, ermutigen und manchmal auch zurückstecken. Deshalb gilt unser Dank heute ebenso Ihrer Familie. Danke für alles Mitgehen, Mittragen und Mitbeten.“

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Pfarrer Rainer Heuschneider beim Kaffeetrinken zusammen mit seiner Ehefrau Christiane.

Am Ende seiner Dienstzeit blickt Pfarrer Rainer Heuschneider auch auf Jahre als Synodalbeauftragter des Kirchenkreises für Mission zurück. Er begleitete die Aktion „Gemeinsam unterwegs“ zur Stärkung der. „Gerne erinnere ich mich auch an die Missionale in Köln-Deutz“, so Heuschneider. Ein Steckenpferd wird der frisch pensionierte Pfarrer auch nach seinem Umzug nach Herne weiterverfolgen. „Ich war schon im Studium ehrenamtlich im Evangelischen Rundfunk aktiv. Dort will ich wieder aktiv werden. Aber erst einmal“, so Pfarrer Rainer Heuschneider, „steht jetzt der Umzug an.“

Superintendentin Kerstin Grünert gab Pfarrer Rainer Heuschneider einige Worte basierend auf 1. Korinther 15,10 auf den Weg: „Paulus erinnert uns daran: Am Ende können wir unser Leben nicht als eigene Leistung vorweisen. Alles, was gelungen ist, ist Geschenk der Gnade Gottes“

Mit der Entpflichtung endet der Auftrag als Gemeindepfarrer. „Aber sie beendet nicht Ihre Berufung als Christ. Gott entlässt seine Menschen nie aus seiner Liebe. Er geht mit – auch dort, wo neue Freiräume entstehen und ein neuer Lebensabschnitt beginnt“, so die leitende Theologin des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein, die fortfu: „Ich danke Ihnen herzlich für Ihren treuen Dienst, für Ihre Hingabe, Ihre Ausdauer und Ihre Liebe zur Gemeinde Jesu Christi.“ 

Christian Völkel

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