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Telefonseelsorge in unserer Region: Verstärkung gesucht

29.5.2026

Telefonseelsorge, Team
© Telefonseelsorge
Neue Qualifizierungsrunde geplant: Mitglieder des Leitungsteams

Sie hören zu, chatten und mailen, wenn es Menschen in unserer Region nicht gut geht. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche bereit zu sein, erfordert viele Engagierte. Die Frauen und Männer, die im Ehrenamt ihre Hilfe bei der Telefonseelsorge anbieten, würden sich daher über neue Gesichter in ihren Reihen freuen.

 

Tag und Nacht tun Ehrenamtliche der Telefonseelsorge ihren Dienst, zuverlässig, auch an Sonn- und Feiertagen. Aber dennoch kann es vorkommen, dass mal eine Schicht unbesetzt bleibt, „In manchen Nächten sieht es dünn aus. Manchmal können wir in Siegen niemanden mehr zur Beratung in den Nachtschichten stellen.“

Das sagt Dietrich Hoof-Greve. Der Leiter der Telefonseelsorge in Siegen ist dann froh, dass man sich auf das Netz von Telefonseelsorgen aus Hamm, Paderborn und Meschede stützen kann. Zusammen ist man eines der bestbesetzten in ganz Deutschland. Doch dazu braucht es Menschen, die im Ehrenamt hinreichend für ihre Aufgabe qualifiziert wurden.

 

Neue Chance zum Einstieg

Daher beginnt die heimische Telefonseelsorge nun eine neue Qualifikation von Ehrenamtlichen. „Die Termine stehen bereits fest. Organisiert haben wir das mit einem Team“, verrät Dietrich Hoof-Greve. Zusammen mit Christina Loth, Bernd Wagener, Inge Buch und Andrea Bensberg will der langjährige Leiter der Telefonseelsorge Menschen für das Ehrenamt begeistern.

 

„Wir können nur eins versprechen: Es ist eine zutiefst sinnstiftende Arbeit“, betont Hoof-Greve aus eigener Erfahrung. Im September beginnt die Ausbildung, die bis August 2027 dauert. Doch bevor man seine erste Tag- oder Nachtschicht antritt, gilt es, sich für die kommende Tätigkeit zu wappnen.

Dem Leitungsteam der Telefonseelsorge geht es zentral darum, die ehrenamtlichen Mitarbeitenden zu befähigen, vorbehaltlos Menschen zuzuhören und zu begleiten. „Wir verstehen uns als Menschen, die an der Seelsorge orientiert sind. Telefonseelsorge hört zu und bietet Verständnis. „Wir können ein Stück mitgehen, wir können da sein, aushalten, andere Blickwinkel anbieten“, sagt Dietrich Hoof-Greve.

 

Die Ausbildung bei der Telefonseelsorge knüpft an das an, was Menschen bereits mitbringen. Wer sich engagiert, verfügt über vielfältige Erfahrungen und Fähigkeiten, die eine wertvolle Grundlage für die Arbeit am Telefon bilden. Ziel ist es, diese Ressourcen bewusster wahrzunehmen, weiterzuentwickeln und durch neue Kompetenzen zu ergänzen.

Im Mittelpunkt steht dabei eine veränderte Haltung im Gespräch: weg von Bewertung und schnellen Antworten, hin zu offenem Zuhören, Nachfragen und Akzeptanz. Die Ausbildung bietet Raum, sich mit der eigenen Lebensgeschichte auseinanderzusetzen und neue Wege im Umgang mit Menschen zu erproben.

 

Um diese persönliche Entwicklung zu begleiten, bietet das Organisationsteam auch Selbsterfahrungswochenenden an. Gelehrt werden Gesprächsführung, Fragetechniken und vor allem gutes Zuhören. Dietrich Hoof-Greve berichtet von bis zu 30 Anrufen täglich, die bei der Telefonseelsorge eingingen. 2025 habe es 13 500 Kontakte gegeben, bei denen es in rund 12 000 Fällen um Seelsorge und Beratung gegangen sei.

 

Im Gegenzug zur kostenfreien Ausbildung erwartet die Telefonseelsorge ein verbindliches Engagement von mindestens zwei Jahren sowie die Übernahme eines angemessenen Anteils an Diensten. Diese werden langfristig geplant und freiwillig übernommen, damit das private Leben weiterhin gut planbar bleibt.

Wichtig: Wer sich für die Telefonseelsorge entscheidet, erfährt Wertschätzung, Weiterentwicklung, Persönlichkeitsentwicklung und Zugehörigkeit, betont der Leiter der Telefonseelsorge. Nicht selten entstehen in diesem Dienst Freundschaften unter den ehrenamtlich Mitarbeitenden.

Denn wer in seinem Dienst mit Themen wie Trauer, Einsamkeit, Angst um die Arbeitsstelle, Depression, Niedergeschlagenheit, Suizidalität und anderen hochsensiblen Themen konfrontiert wird, ist nicht alleine, sondern agiert im Team.

© Telefonseelsorge

Das Team der Telefonseelsorge freut sich auf Mitmenschen, die sich in diesem so wichtigen Feld engagieren wollen. Informationen gibt es unter Tel: (0271) 56 0 33 und per Mail an telefonseelsorge@kirchenkreis-siwi.de.

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