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Gut behütet: Gemeinden weichen an Himmelfahrt ins Trockene aus

20.5.2026

© privat

Manchmal ist es besser, ein Dach über dem Kopf zu haben: Das dachten sicherlich auch viele Menschen, die Gottesdienste an Himmelfahrt in unserem Kirchkreis Siegen-Wittgenstein besucht haben.

So sollte der Allianzgottesdienst in Geisweid eigentlich auf dem Klafelder Markt stattfinden. Aufgrund des schlechten Wetters wurde der Gottesdienst jedoch in die Talkirche verlegt.

„Das war aber gar nicht schlimm, denn der Gottesdienst von Frank Boes (Ev.-Ref. Kirchengemeinde Klafeld), Silke Zwilling (FeG Geisweid) und Christian Krumm (FeG Sohlbach-Buchen) zeigte uns, dass wir den Himmel auch einfach zu uns herunterholen können“, berichtete die Klafelder Vikarin Hanna Schlüter. Eine Kernbotschaft: Man könne einander mit Freundlichkeit und einem Lächeln begegnen.

Die Gottesdienstbesucher wurden übrigens klanggewaltig unterstützt: Die Posaunenchöre aus Klafeld und Setzen spielten auf. Im Anschluss feierten die Besucherinnen und Besucher weiter. So klang Himmelfahrt in Klafeld-Geisweid in fröhlicher Gemeinschaft aus.

Bemerkenswert war auch ein Gottesdienst in Erndtebrück. Die Evangelische Kirchengemeinde der Edergemeinde besuchte mit ihrem traditionellen Feldgottesdienst die Schützinnen und Schützen des Schießvereins Erndtebrück.

© privat

Ursprünglich sollte der Gottesdienst wie bei der Premiere 2024 im Außengelände stattfinden. Doch die Wettervorhersage bewog die Gastgeber, das Vereinsheim gut zu heizen und alles für den Gottesdienst mit Pfarrer Peter Liedtke vorzubereiten.

Dieses Angebot nahmen über 60 Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes gerne an. Peter Liedtke betonte mit Blick auf die Himmelfahrt Jesu: „Den Jüngern war es von vornherein klar, was mit der Heimkehr Jesu zum Vater auch verbunden ist. Nur wir vergessen, verdrängen die andere Seite. Jetzt, da der Meister nicht mehr da ist, sind wir, seine Gesellen dran. An uns liegt es, fortzuführen, was er, was Jesus begonnen hat.“ 

Peter Liedtke war das erste Mal am Fuchsrain zu Gast. „Was mir gut gefallen hat, war die Art, wie miteinander umgegangen wurde: aufeinander achtend, mit Spaß und man war locker. Niemand tat so, als ob das Heil der Welt davon abhängt, wer was trifft. Auch die Zusammensetzung war sehr bunt gemischt.“

© Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein

Sturmumtost war auch der Himmelfahrtsgottesdienst im Dörfchen Stünzel bei Bad Berleburg. Bei einem Wetter, das dem Namen „Windhof“ alle Ehre macht, fand auch in diesem Jahr wieder ein gemeinsamer Gottesdienst der Kirchengemeinden Raumland und Arfeld bei Familie Müsse auf dem Stünzel statt.  Tische und Bänke, Kanzel und der Altartisch für den Gottesdienst wurden dieses Jahr in der Scheune aufgebaut. Die musikalische Begleitung übernahm neben Michael Albe-Nolting an der Gitarre der Chor Arion aus Weidenhausen, der mit seinen Liedvorträgen begeisterte.

Nach dem Gottesdienst nahmen viele Menschen die Einladung zum Mittagessen an. Bei leckerer Suppe, Würstchen und anschließendem Kaffee und Kuchen gab es viele gute Gespräche. Die Bilanz von Presbyter Thomas Grebe: „Es war ein schöner Tag, der wieder einmal eine große Zahl von Gemeindegliedern zum höchstgelegenen Punkt unserer Gemeinden führte, um an diesem Tag dem Himmel nah zu sein."

© Michael Nolting

Ob er seinen Mundschutz auch beim Himmelfahrtsgottesdienst in der Eiserfelder Trinitatiskirche in der Tasche hatte, ließ Edik Mahmudyan offen. Allerdings war er von der örtlichen Ev. Allianz und der kooperierenden Emmaus-Kirchengemeinde Siegen auch nicht zum Kämpfen, sondern zum Predigen eingeladen worden. Eigentlich hätte der 29-Jährige seine Geschichte unter freiem Himmel erzählen sollen. Doch das nasskalte Wetter machte den Ortswechsel vom Luftsportgelände auf der Eisernhardt in die ev.-ref. Kirche nötig.

© Claudia Irle-Utsch

Und so konzentrierte sich alles rund um das Gotteshaus an der Freiengründer Straße: der Gottesdienst mit Musik von Emmaus Brass unter der Leitung von Jörg Heinbach und dem Duo Laura Stein und Julian Hoffnung ebenso wie das gesellige Miteinander bei Würstchen und Falafel vom Grill, Kaltgetränken, Kaffee und Kuchen vom Büfett sowie alkoholfreien Cocktails und selbstgemachter Limonade am Stand des Blauen Kreuzes.  
/Claudia Irle -Utsch/ Christian Völkel

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