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Kirchenkreis feiert bunten Weltgebetstag

11.3.2026

© Kirchengemeinde
Auftakt in Dreis-Tiefenbach: „Funga alafia - wie schön, dass du da bist!“

Siegen-Wittgenstein/ Olpe. Der Weltgebetstag der Frauen hat viele Menschen im Gebiet des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein beeindruckt, begeistert und mitgenommen. Zusammen erkundeten Menschen von Olpe bis Siegen, von Schmallenberg über Bad Laasphe bis Niederdresselndorf das Gastland Nigeria.

So auch in Olpe: Hier war Ingrid Kesper schon vor dem Gottesdienst glücklich. Zusammen mit einem ökumenischen Vorbereitungskreis hatte sie den Weltgebetstag der Frauen in Olpe frühzeitig organisiert. Nun stand sie vor der rot-gemauerten Kirche, verteilte Begleitflyer, grüßte die nahenden Besucher, während sich die Bankreihen füllten. Menschen mit katholischer und evangelischer Konfession kamen zusammen, um sich – wie im ganzen Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein und rund um die Erde – der in Nigeria verfassten Gottesdienstordnung zu widmen und gemeinsam zu feiern.

Dieser Impuls aus Nigeria erreichte am Freitag zahlreiche weitere Gottesdienste im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein. In diesem Jahr stammt die Initiative für den Weltgebetstag aus dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, das auch aktuell von Entführungen unter anderem durch Dschihadisten leidet.

Dem schwierigen Alltag zum Trotz erstellten Frauen aus Nigeria diese Gottesdienstordnung, wählten Lieder aus und Informierten über Probleme im Land, zeigten aber auch Zeichen der Hoffnung und der Stärke.

© EFG
Weltgebetstag in der Christuskirche der FEG Neunkirchen.

Die Christinnen Nigerias zitierten in ihrer Einladung zum Weltgebetstag eine bekannte Bibelstelle: „Kommt wie ihr seid. Bringt alles mit, was Euch belastet, damit ihr Ruhe findet“, nach Matthäus 11, 28. Und so feierten christliche Frauen weltweit gemeinsam Gottesdienst, teilten die Lasten der anderen und fanden neue Kraft in der Gemeinschaft.

Gleiches geschah auch in Dreis-Tiefenbach, wo Gerlinde Schäfer, Vorsitzende der Siegerländer Frauenhilfe, engagiert ist: „Der Gottesdienst mit der Liturgie der nigerianischen Frauen war berührend und ging zu Herzen. Die Frauen in Nigeria tragen schwer und doch lassen sie sich ihren Glauben und auch die Lebensfreude nicht nehmen.“

Die Texte der Frauen und die gut singbaren Lieder hätten begeistert, so Gerlinde Schäfer. „Die Bewegung und Begegnung in der Kirche beim Ablegen der schweren Steine und das beschwingte Einlegen der Kollekte verdeutlichten die Gegensätze.“

Vikarin Hanna Schlüter berichtete vom ökumenischen Weltgebetstag in Geisweid. Dort feierten die Mitglieder der ev. Ref. Kirchengemeinde Klafeld-Geisweid und der Pastorale Raum Siegen Freudenberg der Pfarrei St. Marien gemeinsam: „Der gestrige Weltgebetstag hat uns wieder einmal den besonderen Zusammenhalt unter Frauen spüren lassen: Im großen ehrenamtlichen Vorbereitungskreis, im Gottesdienst und in der weltweiten Gemeinschaft der Frauen. Das Wort „Joch“ hat für uns dabei eine neue Bedeutung bekommen.“

© Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein
Weltgebetstag 2026 in Olpe.

Im Gottesdienst konnten die Teilnehmerinnen mit Hilfe eines Steins symbolisch die Lasten ablegen und so leichter nach Hause gehen. Im Anschluss habe man bei einem kleinen Imbiss, angelehnt an die nigerianische Küche, noch einmal die Gemeinschaft gefeiert.

Rückblickend bilanziert Barbara Leidl in Geisweid: „Ich blicke dankbar zurück auf die Harmonie und die Begeisterung in der Vorbereitung. Dementsprechend war auch der Gottesdienst. Die Besuchenden haben die starken Bilder und die Freude an Gottes Wort mitgenommen.“

Auch in Freudenberg kamen Frauen zusammen: „Das besondere ist ja, dass wir über die Konfessionsgrenzen hinaus diesen Gottesdienst organisieren: Katholische Kirche St. Marien, Evangelische Kirchengemeinde Freudenberg, Evangelische Gemeinschaft Plittershagen, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Freudenberg und das Diakonissenhaus Friedenshort“ berichtet Regina Bäumer von der ev. Kirchengemeinde Freudenberg, die auf ein buntes Miteinander von etwa 80 Menschen zurückblicken konnte.

Auch in Wittgenstein feierten engagierte Frauen den Weltgebetstag. Unter anderem trafen sich die Menschen Erndtebrück, Feudingen, Arfeld und im Banfetal. Man traf sich aber auch in Wemlighausen, wo der Weltgebetstagsgottesdienst mittlerweile im Vereinshaus der Ev. Gemeinschaft stattfindet. Manuela Schnell: „Das Haus war gut besucht. Ich war auch begeistert davon, wie gut die Menschen die Lieder mitgesungen haben. Es war ein wunderbarer nigerianischer Abend.“

Weltgebetstag 2026

  • Weltgebetstag 2026 in Olpe.

    © Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein
  • Weltgebetstag in der Christuskirche der FEG Neunkirchen.

    © EFG
  • Weltgebetstag in der Christuskirche der FEG Neunkirchen.

    © EFG
  • Auftakt in Dreis-Tiefenbach: „Funga alafia - wie schön, dass du da bist!“

    © Kirchengemeinde
  • Weltgebetstag in Erndtebrück.

    © Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein
  • Engagiertes Ehrenamt: Das Weltgebetstags-Team in der Erlöserkirche.

    © privat
  • Weltgebetstag 2026 in Olpe, Siegerland und Wittgenstein.

    © Kirchengemeinde
  • Weltgebetstag 2026 in Olpe, Siegerland und Wittgenstein.

    © Kirchengemeinde Bad Berleburg
  • Weltgebetstag 2026 in Olpe, Siegerland und Wittgenstein.

    © Michael Albe-Nolting

 

Evangelische und katholische Frauen haben den Weltgebetstag auch in Bad Berleburg zusammen vorbereitet und gestaltet. Gefeiert wurde diesmal in der Ev. Stadtkirche. Pfarrerin Christina Liedtke gab einleitende Informationen zu Nigeria mit Fotos. Kelvin aus Nigeria freute sich, dass er die meisten Lieder mitsingen konnte, weil sie ihm vertraut waren. Und auch die versammelten Menschen, ließen sich mitreißen von den beschwingten und eingängigen Melodien. 

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