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Echte Freude bei den Vorbereitungen zum Weltgebetstag
22.1.2026

Jahr für Jahr begeben sich Menschen mit dem Weltgebetstag auf eine Reise in ein Land, in dem Christen leben. In diesem Jahr führt der Weg des Weltgebetstags nach Nigeria – auch für Frauen aus Siegerland und Wittgenstein.
So bereiten die Bezirksverbände der Frauenhilfe in Siegerland und Wittgenstein aktuell diesen besonderen Tag, der am Freitag, 6. März, rund um den Globus gefeiert wird, vor.
Erste Vorbereitungstreffen im Gemeindehaus von Feudingen und im Haus des CVJM in Dreis-Tiefenbach brachten jetzt den Vertreterinnen vieler heimischer Kirchengemeinden das Land Nigeria näher.
Denn der Gottesdienstablauf für den Weltgebetstag 2026 mit dem Titel „Kommt! Bringt eure Last“ stammt von Frauen aus Nigeria. Hier bildet der zentrale Satz Jesu „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ nach Matthäus 11,28 das Fundament für die vielen ökumenischen Gottesdienste.
Dazu gehört für alle am Weltgebetstag Engagierten auch das Wissen über Nigeria. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas hat Probleme, die Menschen sehen sich nicht selten existenziellen Bedrohungen gegenüber. „Wir versuchen, uns in Frauen eines Landes hineinzuversetzen, in dem in lokalen Konflikten, wie etwa religiöser Verfolgung, viele umkommen, Frauen zu Witwen werden und Mädchen verschleppt werden“, berichtet Gerlinde Schäfer, Vorstandsfrau in der Frauenhilfe Siegerland.
Doch das Land hat Hoffnung durch starke Frauen, die Veränderungen anstoßen, Lasten gemeinsam tragen und mutig neue Wege gehen. So dürfen Tanz und Lieder aus Nigeria nicht fehlen. „Wir haben uns natürlich mit den Liedern des Gottesdienstes beschäftigt. So haben wir auch ein paar Sätze Nigerianisch gelernt“, sagt Gerlinde Schäfer. Denn die Frauen aus dem jährlichen Patenland gestalten die Gottesdienstordnung für den weltweiten Gebetstag – Lieder inklusive. Das ermöglicht jedes Jahr neu, ‚informiert zu beten und betend zu handeln‘. „Wir ergänzen den Gottesdienstentwurf, auch um unsere eigenen Frauen abzuholen“, erklärt Gerlinde Schäfer. Die ist dankbar, dass die Vorbereitungen durch das Team um Claudia Bröcher am Samstag im Haus des CVJM in Dreis-Tiefenbach so gut verliefen.
Dankbar ist auch Claudia Montanus. Die ehrenamtliche Referentin aus Gelsenkirchen informierte die Frauen umfassend über Nigeria. Mit Blick auf die Frauen aus evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden sagt Gerlinde Schäfer zufrieden: „Jetzt gehen alle nach Hause und haben Lust, selbst etwas in ihren Gemeinden auf die Beine zu stellen.“

Genau dieses Ziel verfolgten auch die Teilnehmerinnen am Vorbereitungstreffen in Wittgenstein. Referentin Manuela Schnell bereitete das Treffen im Gemeindehaus in Feudingen routiniert vor. Diese Erfahrung entstammt zahlreichen Weltgebetstagen, die Manuela Schnell seit Anfang der 1990er Jahre begleitet. „Ich stelle den Teilnehmerinnen viele kleine Bausteine für ihren Weltgebetstag zur Verfügung. Sie müssen dann sehen, wie sie es gestalten“, sagt Manuela Schnell. Die Bad Berleburgerin ist im Thema – auch musikalisch. Und so singen und tanzen die Teilnehmerinnen auch gerne einen Willkommenstanz. „Manuela macht das toll“, freut sich Erika Birkelbach, die für die Kirchengemeinde Raumland den Weltgebetstag in Arfeld vorbereitet.
Pfarrerin Berit Nolting ist dankbar für das Engagement ihrer Mitstreiterinnen, ein Engagement, das bis in Wittgensteiner Küchen führt. Denn es gab auch ein kleines Geschenk. Nigerianisches Curry für daheim. Manuela Schnell hat es im Mörser für die Frauen gemischt.
Und so findet Nigeria einen ersten Weg in heimische Haushalte, bevor der Weltgebetstag am Freitag, 6. März, dann offiziell in vielen Gemeinden des Kirchenkreises gefeiert wird.
Christian Völkel


