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Faith over Fear
Eine Woche voller Mut, Vertrauen und Gemeinschaft
24.9.2026
Eine Woche lang wurde Otterndorf wieder zum Zuhause für rund 200 Jugendliche und ihren Betreuern aus dem Evangelischen Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein. Direkt hinter dem Deich, zwischen Wiesen, Seen und der Elbe, bot das Sommercamp auch in diesem Jahr den perfekten Rahmen für gemeinsame Erlebnisse, Abenteuer und eine besondere Zeit als Gemeinschaft.
Im Mittelpunkt stand diesmal ein Thema, das wohl jeden Menschen irgendwann beschäftigt: Angst. Unter dem Motto „Faith over Fear“ machten sich die Jugendlichen gemeinsam auf die Suche nach der Frage, was uns Mut geben kann, wenn wir selbst nicht wissen, wie es weitergeht. Dazu begleitete die biblische Geschichte von Esther die Teilnehmer durch die gesamte Campwoche. Esther, eine junge jüdische Frau, die plötzlich vor einer großen Herausforderung stand. Sie musste eine Entscheidung treffen. Es stand viel auf dem Spiel - Obwohl sie Angst hatte, entschied sie sich vor den König zu treten um ihr Volk zu retten. Sie übernahm Verantwortung, war mutig und stand für andere ein.
Täglich wurde die Geschichte durch Anspiele, Musik, gemeinsame Lieder und verschiedene Aktionen in der sogenannten „Niedersachenhallte“ für alle zusammen lebendig. Dabei ging es nicht nur um die biblische Geschichte, sondern ganz praktisch um die Lebenswelt der Jugendlichen: Wovor haben wir Angst? Wann fällt es uns schwer, mutig zu sein? Und wo können wir darauf vertrauen, dass Gott uns auch in schwierigen Situationen begleitet?
Nach dem gemeinsamen Input ging es in die einzelnen Zeltdörfer. Dort wurde in kleineren Gruppen weitergedacht, diskutiert und gelacht. Die Jugendlichen konnten ihre eigenen Erfahrungen einbringen und entdecken, dass Mut ganz unterschiedlich aussehen kann. Manchmal bedeutet es, seine Meinung zu sagen, für jemanden einzustehen oder einfach den nächsten Schritt zu wagen, obwohl man noch nicht weiß, was einen erwartet.
Natürlich durfte neben den vielen Gesprächen und Impulsen auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Ob beim Paddeln auf dem Wasser, dem Reiten, Schwimmen oder Minigolfen – für Bewegung und Action war gesorgt. Kreative Angebote, gemeinsames Waffelbacken und die vielen kleinen Begegnungen zwischendurch machten die Tage abwechslungsreich. Abends wurde am Lagerfeuer zusammengesessen, erzählt, gelacht und natürlich das ein oder andere Stockbrot gegessen. Besonders die Gemeinschaft prägte die Woche. In den Zeltdörfern wurde gemeinsam gegessen, gespielt und gelebt. Dabei entstanden neue Freundschaften und viele Erinnerungen, die sicherlich noch lange über die Campwoche hinaus bleiben werden.
Als die Heimreise anstand, ging eine intensive und ereignisreiche Woche zu Ende. Im Gepäck waren nicht nur Souvenirs und Erinnerungen, sondern auch eine Botschaft, die hoffentlich über das Camp hinaus trägt: Angst gehört zum Leben dazu - aber sie muss nicht bestimmen, wie wir handeln! „Faith over Fear“ bedeutet, darauf zu vertrauen, dass Gott größer ist als das, was uns Angst macht – und den Mut zu finden, den nächsten Schritt zu gehen.
So bleibt von einer besonderen Woche in Otterndorf vor allem eines: viele gemeinsame Erlebnisse, neue Freundschaften und die Erinnerung daran, dass Glaube stärker sein kann als die Angst.
Lina Harnisch-Stötzel


