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Volle Haardter Kirche: Evangelisches Gymnasium gibt wichtige Orientierung zum Schulstart
9.9.2026

Siegen. Was ein spannender Tag: Zum Schuljahresstart versammelten sich hunderte Schülerinnen und Schüler, Mitglieder des Kollegiums und Eltern der neuen Fünftklässler in der Haardter Kirche. Sie alle gehören an diesem Morgen zur Schulgemeinde des „evau", dem Evangelischen Gymnasium in Siegen-Weidenau.
Und so war die evangelische Kirche bis zum letzten Platz besetzt, als der stellv. Schulleiter Thomas Süßenbach die ganze Sc
hulgemeinschaft zum neuen Schuljahr begrüßte. Thomas Süßenbach gratulierte schon mal allen, die den Weg in die Haardter Kirche gefunden hatten. Diese Orientierung sei das eine. Orientierung durch die Schulzeit zu finden, sei manchmal schwieriger als geplant. Doch manchmal führt ein Umweg zu etwas Neuem, manchmal in eine Sackgasse. „Dann braucht man Zeit, Mut und stärkende Begegnungen, um die Orientierung wiederzufinden. Wir dürfen sicher sein, Gott geht mit, auch wenn der Weg anders verläuft, als geplant“, betonte Thomas Süßenbach.
Der stellvertretende Schulleiter fühlt mit den neuen Schülerinnen und Schülern der fünften Klasse. Das Kribbeln im Bauch sei zweifelsohne am Anfang da: „Wo ist mein Klassenraum? Wer sitzt neben mir? Wer ist meine Lehrerin oder Lehrer?“ Fragen, die die neuen Schülerinnen und Schüler sicher bewegen. Thomas Süßenbach machte den jungen Menschen jedoch Mut: „Du darfst fragen, suchen und ausprobieren.“ Doch die Gewissheit, am evau bedingungslos angenommen zu werden, biete Orientierung.

Das Stichwort Orientierung spielte auch bei Superintendentin Kerstin Grünert eine wichtige Rolle. Die Pfarrerin machte den Schülerinnen und Schülern in ihrer Predigt Mut für das neue Schuljahr. Sie erinnerte an den biblischen Jona, der von seinem Auftrag für Gott abweicht, nicht nach Ninive geht und schließlich im Bauch eines Wals endet. „Schiff. Sturm. Meer. Fisch. Spätestens im Fisch kann man sagen: Jona hat die Orientierung verloren. Und jetzt kommt der Satz, den ich an dieser Geschichte richtig gut finde: Jona verliert die Orientierung. Aber Gott verliert Jona nicht.“
Diese Liebe Gottes für die Menschen untermauerte Kerstin Grünert dann auch musikalisch mit dem Hit „Mon amour“.

"Es heißt auch dort Mon Amour. Du bist mein geliebter Mensch. „Nicht: Du bist mein geliebter Mensch, wenn du eine Eins schreibst. Nicht: Du bist mein geliebter Mensch, wenn du beliebt bist. Nicht: Du bist mein geliebter Mensch, wenn du immer alles richtig machst. Einfach: Du bist mein geliebter Mensch. Punkt“, betonte Kerstin Grünert, die selbst schulpflichtige Kinder hat.
Orientierung war auch für ältere Schülerinnen und Schüler an diesem Tag ein wichtiges Stichwort. Mit dem Gottesdienst und dem Segen verließen die „Herausforderer“ des evaus die Schulgemeinschaft für 17 Tage, um in Berufspraktika Orientierung im Beruf zu finden.
Ob Schuljahr, neue Eindrücke oder Berufspraktika: Das Kollegium des evau begleitet die Schülerinnen und Schüler in das neue Schuljahr. Und Superintendentin Kerstin Grünert weiß die Schülerschaft gut aufgehoben: „Geht los. Probiert euch aus. Seid neugierig. Findet neue Freunde. Stellt Fragen. Macht Fehler. Findet heraus, was in euch steckt. Und wenn ihr zwischendurch mal nicht wisst, wo es langgeht, dann denkt an Jona.“ /cv

