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Evangelisches Gymnasium: Wir wollen Europaschule werden

9.5.2026

Das Evangelische Gymnsaium in Weidenau: Hier soll der europäische Gedanke künftig einen wichtigen Platz einnehmen.
© Evangelisches Gymnaisum Weidenau
Das Evangelische Gymnsaium in Weidenau: Hier soll der europäische Gedanke künftig einen wichtigen Platz einnehmen.

Der erste Schritt ist gemacht: Die Lehrerkonferenz des Evangelischen Gymnasiums Siegen-Weidenau („evau“) hat bereits im vergangenen Jahr eindeutig dafür gestimmt, dass sich das „evau“ auf den Weg machen soll, Europaschule zu werden.

Kurz vor den Sommerferien soll nun auch die Schulkonferenz darüber entscheiden. In der Zwischenzeit ist bereits viel passiert. Der formale Antrag ist erarbeitet worden.

Damit ist aus einer Idee ein konkretes Vorhaben geworden, das nun Schritt für Schritt Gestalt annimmt. Eine Entscheidung durch die Bezirksregierung steht noch aus.

Im Kern geht es der Schule um Austausch. Man möchte der Schülerschaft ermöglichen, Europa nicht nur als Thema im Unterricht kennenzulernen, sondern als gemeinsamen Erfahrungsraum zu erleben. Begegnungen mit Jugendlichen aus anderen Ländern, Einblicke in andere Lebensweisen, Sprachen, Kulturen und Perspektiven können mehr bewirken als der Unterricht.

Dahinter steht auch eine klare Überzeugung am "evau": „Schule darf in solch turbulenten Zeiten nicht unpolitisch sein – wir müssen Haltung zeigen! Sie muss junge Menschen befähigen, sich in einer komplexen Welt zu orientieren, Unterschiede auszuhalten und demokratische Werte zu leben. Gerade in Zeiten, in denen rechtes Gedankengut wieder lauter wird, ist europäischer Austausch ein wichtiger Baustein.“

Der Austausch ist für das „evau“ ein „wichtiges Mittel gegen Abschottung, Vorurteile und einfache Feindbilder. Wer Vielfalt erlebt, kann sie besser verstehen. Wer Menschen aus anderen Ländern begegnet, sieht nicht zuerst das Fremde, sondern oft erstaunlich schnell das Verbindende.“

Parallel dazu wurde ein Antrag für "Erasmus Plus" gestellt. Auch hier verbindet das „evau“ große Hoffnungen mit dem weiteren Verfahren. Das Programm soll neue finanzielle Möglichkeiten eröffnen, um Austausche und Begegnungen für möglichst viele Schüler und Lehrer zugänglich zu machen. Am „evau“ ist man der klaren Meinung, dass „solche Erfahrungen nicht davon abhängen dürfen, wie viel Geld im Elternhaus zur Verfügung steht“.

Ein erster sichtbarer Schritt auf dem Weg zur Europaschule folgt bereits am Ende dieses Schuljahres. Dann findet zum ersten Mal eine Projektwoche Europa statt. Eine Woche lang arbeiten die Schüler an unterschiedlichen Projekten rund um Europa.

Den Abschluss bildet ein gemeinsames Fest, zu dem auch die Eltern eingeladen sind.

Der nächste sichtbare Schritt folgt direkt vor dem Haupteingang: Anlässlich der Projektwoche wird dort erstmals eine EU-Flagge gehisst. Sie steht als sichtbares Zeichen dafür, dass Europa am „evau“ nicht nur Unterrichtsthema ist, sondern gelebte Haltung.

Auch Superintendentin Kerstin Grünert unterstützt das Vorhaben und freut sich über das Projekt. „Dieses Signal freut uns sehr, denn es zeigt: Der Weg zur Europaschule ist ein gemeinsames Projekt von Schul- und Kirchengemeinschaft“, betont Samuel Wittenburg für das „evau“.

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