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Nördlichste Kirchengemeinde: Dorlar-Eslohe wird den Kirchenkreis wechseln

14.1.2026

© Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein
Die St. Johanniskirche ist das Zentrum der Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe.

 

Siegen/ Eslohe. Es ist ein Neuanfang und Abschied zugleich. Die evangelischen Kirchengemeinden Dorlar-Eslohe und Sundern teilen sich seit dem 1. Januar eine Pfarrstelle. Mit ihr ist nun Pfarrer Martin Vogt aus Sundern für Eslohe mit zuständig.

Diese pfarramtliche Verbindung ist der erste Schritt für die nördlichste Gemeinde des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein. Im kommenden Jahr wechselt die 950 Gemeindeglieder zählende Gemeinde dann den Kirchenkreis. Ab dem 1. Januar 2027 gehört die Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe wie ihre neue Schwesterngemeinde in Sundern zum Kirchenkreis Soest-Arnsberg.

Im Fokus steht noch die neue pfarramtliche Verbindung. So fand jetzt der erste offizielle Gottesdienst von Pfarrer Martin Vogt aus Sundern statt.

„Auch wenn es kein Einführungsgottesdienst ist, ist es aber ein besonderer Tag für die Gemeinde“, so Nils Weinbrenner nach dem Gottesdienst.

 

Ein herzlicher Empfang

 

Der Vorsitzende des Presbyteriums der Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe richtete sich glücklich an Pfarrer Martin Vogt: „Wir sind froh, dass Sie hier sind.“ Zusammen habe man bereits alle Gottesdiensttermine festgelegt, Präsenzzeiten in Eslohe abgesprochen und Ansprechmöglichkeiten geklärt.

Pfarrer Martin Vogt nahm sich nach dem Gottesdienst Zeit für ein gemeinsames Kaffeetrinken mit der Gemeinde. „Das ist heute eine Ausnahme. Normalerweise muss ich dann nach dem Gottesdienst nach Sundern“, berichtete Vogt, der dann künftig eine halbe Stunde hat, um von Eslohe nach Sundern zum nächsten Gottesdienst zu fahren.

© Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein
Der Vorsitzende des Presbyteriums in Eslohe, Nils Weinbrenner, Pfarrer Martin Vogt und der Presbyteriumsvorsitzende Roland Harpeng (v.l.) gehen den Weg nun gemeinsam.

Doch diesmal hatte der Pfarrer die Zeit – eine Kollegin übernahm seinen Folgegottesdienst in Sundern. Ihm war es am Sonntag wichtig, einige der Menschen, für die er künftig seelsorgerisch tätig ist, kennenzulernen.

Mit Blick auf diese seit dem 1. Januar 2026 bestehende pfarramtliche Verbindung, die die Ev. Kirchengemeinden Dorlar-Eslohe und die Ev. Kirchengemeinde Sundern eingehen, sei die Gemeinde nun in einem fortlaufenden Prozess, sagte Nils Weinbrenner, der betonte: „Wir werden uns in diesem Jahr weiter mit der Kirchengemeinde Sundern und dem Presbyterium zusammensetzen.“

 

Presbyterien arbeiten zusammen

 

Da verwundert es nicht, dass der Esloher Presbyteriumsvorsitzende Weinbrenner sich auch ausdrücklich darüber freute, dass neben Pfarrer Martin Vogt auch der Presbyteriumsvorsitzende der Kirchengemeinde Sundern, Roland Harpeng, den Weg nach Eslohe gefunden hatte.

Mit dem Wechsel des Kirchkreises am 1. Januar 2027 stehe dann der nächste Schritt an, betonte Weinbrenner. Der endgültige Wechsel der Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe vom Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein in den Kirchenkreis Soest-Arnsberg sei für die Gemeinde selbst weniger aufwändig als für die Kirchenkreise. „Gerade in Sachen Finanzen muss hier alles geregelt werden“, so Roland Harpeng.

Doch noch gehört die Kirchengemeinde in Eslohe zum Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein. So hatte die Superintendentin des Kirchenkreises die Gemeinde Eslohe in den letzten Wochen öfter zum Ziel. Kerstin Grünert predigte nicht nur an Heiligabend vor gut gefüllten Reihen in der St. Johanniskirche, sondern reiste auch kürzlich zur Anerkennung von ehrenamtlichen Gottesdienstgestaltenden sowie zur Koordination zwischen Kirchenkreis und der Kirchengemeinde nach Eslohe.

 

Superintendentin Kerstin Grünert vor Ort

 

„Hier steht eine Kirchengemeinde auf eigenen Füßen“, lobte Superintendentin Kerstin Grünert. Arbeitskreise, Ehrenamt und das Engagement seien vorbildlich. „Sie können ihr Evangelischsein nun weiterleben“, so die leitende Theologin, für die der Abschied von der Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe auch ein Prozess mit Trennungsschmerz ist. Doch sie habe erlebt, wie aktiv die Gemeinde sei. Um die Gemeinde sei ihr nicht bange.

Mit der pfarramtlichen Verbindung mit Sundern hofft das Presbyterium auf eine kontinuierliche Besetzung der Pfarrstelle. Zuletzt begleitete Pfarrer Peter Liedke die Pfarrstelle, bevor er 2024 in den Ruhestand ging. 

In der Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe finden nun wieder regelmäßige Gottesdienste am zweiten und vierten Sonntag im Monat statt. Ein Teil der Gottesdienste wird von ehrenamtlich Gottesdienstgestaltenden ermöglicht.

Pfarrer Martin Vogt kommt zu seinem nächsten Gottesdienst am 22. Februar um 9.30 Uhr in die Martin-Luther-Straße, bevor er direkt nach dem Gottesdienst nach Norden zur Lukaskirche in Sundern aufbricht. /cv

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