Losungs-Impulse

Täglich Gedanken aus dem Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein zu biblischen Texten des Alten und des Neuen Testaments

5. Februar

Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt.

Prediger 7, 14

Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?

Matthäus 6, 26

Presbyter Christian Gerhardt, Hesselbach: „Sorge Dich nicht, lebe“ könnte die Überschrift der Tageslosung heute lauten. Aber ist das nicht etwas blauäugig? Einfach leben? Es liegt an Dir. Entweder: Du stehst morgens auf machst das Radio an und hörst fünf bis acht Minuten schlechte Nachrichten. Oder: Du stehst auf, dankbar dafür, dass Du wach geworden bist und liest zwei bis drei Minuten ein gutes Buch, gerne ein paar Verse aus der Bibel. Im Vertrauen darauf, dass Gott es gut mit mir meint, ist die aktuelle Lage nur davon abhängig, wie ich sie an mich heranlasse. Als Christ habe ich das Privileg, dankbar in die Zukunft zu leben, im Vertrauen darauf, dass Gott für mich sorgt. Das ist nicht blauäugig, sondern verdammt cool!

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Neben dem Angebot hier, besteht auch die Möglichkeit, sich die Losungs-Impulse per WhatsApp aufs Handy senden zu lassen. Dafür bitte Namen und Handynummer an jens.gesper@kk-wi.de oder an Tel. 0151/26182772 schicken.

4. Februar

Jakob gelobte Gott: Von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.

1. Mose 28, 22

Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.

2. Korinther 9, 6

Jung-Erwachsenen-Mitarbeiterin Bianca Brieseck, Erndtebrück: Den Zehnten geben, wovon den? Von meinem Monatslohn, von meiner Zeit? Das erscheint mir viel, aber was bekomme ich dafür? 100 Prozent Gott, quasi eine Flatrate. Ich kann mich immer an ihn wenden, er hat immer ein Ohr für mich. Ich kann immer in seinem Wort, der Bibel, lesen. Es liegt an mir, wieviel ich mir da raushole. Am Wochenende Gottesdienste, unter der Woche Gruppenstunden, im Urlaub mit einer Freizeit unterwegs sein. Ich glaube, nein, ich weiß aus eigener Erfahrung: Wenn ich meine Saat in solche Aktivitäten gebe, wird meine Ernte reichlich ausfallen. Freundschaften, tolle Gemeinschaft und das gute Gefühl, Gott näher zu sein. Eine lohnenswerte Investition in mein Leben.

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3. Februar

Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht!, und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!

Jesaja 29, 16

Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken.

Epheser 2, 10

Pfarrerin Rebecca Müller, Wilnsdorf: Sind Sie künstlerisch begabt? Ich nicht. Und so bewundere ich andere, die aus Farben, Stein oder Garn quasi aus dem nichts Kunstwerke erschaffen können. Und obwohl ich manche Technik dahinter theoretisch kenne, würde das bei mir nie so schön aussehen. Ähnlich geht es mir mit Gottes Schöpfung. Ich werde nie vollständig verstehen, wie Gott unsere Welt so wunderbar geschaffen hat - und mich als Geschöpf. Und so kann ich im Grunde nur zwei Dinge tun: 1. anerkennen, dass ich Gottes Geschöpf bin, sein Werk, geschaffen zu guten Werken und 2. mit fasziniertem Blick Gottes Werk ansehen und einfach ehrfürchtig staunen.

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2. Februar

Ich will wachen über meinem Wort, dass ich's tue.

Jeremia 1, 12

Jesus spricht: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Matthäus 5, 17

Abenteuerdorf-Geschäftsführerin Silke Grübener, Mornshausen: Jeremia wird von Gott zum Propheten berufen, dabei fühlt er sich gar nicht geeignet dafür. Er meint, dass er dafür nicht gut genug reden kann und auch noch zu jung ist für diese Aufgabe.
Gott zeigt ihm in einem Bild einen Mandelzweig - einen Zweig, der aufblüht, ganz klein und der Neues hervorbringt. Gott bittet ihn darauf zu vertrauen, das auch etwas durch ihn, Jeremia, wachsen kann, weil Gott darüber wacht. Das dürfen auch wir uns immer wieder in Erinnerung rufen, wenn wir anderen Menschen von Gott erzählen und nicht sicher sind, ob wir die richtigen Wort finden.

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1. Februar

Kehrt um zu mir, spricht der HERR Zebaoth, so will ich zu euch umkehren.

Sacharja 1, 3

Der Herr hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.

2. Petrus 3, 9

Pfarrer Andreas Chaikowski, Freudenberg: „Bitte wenden, bitte wenden!“  - wie oft schon habe ich diese Stimme im Auto fahrend gehört, wenn ich trotz Navi falsch abgebogen oder eine ganz falsche, dem Ziel entgegengesetzte Richtung eingeschlagen habe. Das Navi und seine/ihre Stimme lässt dabei aber nicht locker. Ich kann's ignorieren, stur weiterfahren, ich kann's ausschalten - oder ich kann umkehren und doch noch ans Ziel kommen. So ähnlich geht's mir auch im Leben und im Glauben oft genug. Falsch abgebogen, stur gewesen, Gottes An-Weisungen für gelingendes Leben ignoriert. Wer weiß das besser als ich selbst. Aber Gott kehrt ebenfalls um zu mir, auch er macht eine Kehrtwendung auf mich zu! Gott sein Dank für diese Navi-Ansage!

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31. Januar

Gott, du bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.

Psalm 102, 28

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt.

Offenbarung 1, 4

Pfarrer Steffen Post, Bad Laasphe: „Bleib, wie du bist“ - diesen Satz kenne ich als Geburtstagsgruß. Wie höre ich ihn? Als Kompliment und Bestätigung für ein vertrauensvolles Miteinander? Oder eher trotzig, weil mir gerade der Sinn nach Veränderung steht? Im 102. Psalm betet ein Verzweifelter. Herausforderungen, wohin das Auge blickt: Schmerzen, die ihm den Schlaf rauben, die Heimat in Trümmern, Himmel und Erde am Abgrund. Aber dazwischen findet er einem Stoßseufzer gleich einen Halt: Gott, du bleibst, wie du bist, Du hast ein offenes Ohr für meine Not, schenkst Hoffnung für einen Neuanfang. Danke, Gott, für deine Zuverlässigkeit und Treue.

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30. Januar

Der HERR, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gegangen sind.

Josua 24, 17

Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Matthäus 28, 20

Pfarrer Dr. Martin Klein, Geisweid: Josua blickt zurück auf Israels Weg ins Gelobte Land. Passt „behütet“ da wirklich als Fazit? Ist dafür nicht doch zu viel schief gegangen?
Es ist eine Frage der Sichtweise. Wenn ich Gott vertraue, dann werde ich seine behütende Hand auch entdecken - trotz Unglück und Scheitern. Auf diese Sicht kann ich nicht einfach umschalten, aber ich kann sie lernen. Vielleicht mithilfe dieser alten Weisheit: „Am Ende wird alles gut. Und wenn noch nicht alles gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.“ Ihnen eine behütete Woche!

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29. Januar

HERR, Gott Zebaoth, tröste uns wieder; lass leuchten dein Antlitz, so ist uns geholfen.

Psalm 80, 20

Unser Gott ist voll Liebe und Erbarmen; er schickt uns den Retter, das Licht, das von oben kommt. Dieses Licht leuchtet allen, die im Dunkeln sind.

Lukas 1, 78 und 79

Wittgensteiner Kirchenkreis-Archivar Dr. Johannes Burkardt, Bad Berleburg: Nehmen Sie sich heute Abend nach den Nachrichten etwas Zeit und lesen Sie den 80. Psalm komplett durch. Besser kann man das Unverständnis über die Nöte und Finsternisse unserer Zeit nicht ausdrücken: Warum lässt Gott soviel Ungerechtigkeit, Krieg und Leid bloß zu? Aber der Psalm zeigt uns auch, dass es nicht beim Fragen und Klagen bleibt: Am Anfang und am Ende steht die Bitte um Gottes Trost und Zuwendung. Und das Lukas-Evangelium spricht uns zu, dass Gott uns sein Licht bereits geschenkt hat: seinen Sohn Jesus Christus.
Herr, lasse leuchten Dein Angesicht über uns und gebe uns Deinen Frieden!

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28. Januar

David sprach zu Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth.

1. Samuel 17, 45

Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an.

Römer 12, 2

Pfarrer Dr. Tim Elkar, Neunkirchen: Die Worte des Paulus möchte ich uns, als Christen, immer wieder zurufen: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an.“ Als Christen tun wir gut daran, unsere eigenen zu entwickeln. Sie aus dem biblischen Wort und den Gesprächen über den Glauben abzuleiten. Keineswegs nur etwas zu tun, weil die Gesellschaft es von uns verlangt. Gleichzeitig, aber offen für sie zu sein. In ihr zu wirken mit unseren eigenen christlichen Maßstäben.

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27. Januar

Der Gerechte ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.

Psalm 1, 3

Paulus schreibt: Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an Erkenntnis und aller Erfahrung, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lobe Gottes.

Philipper 1, 9 und 11

Pfarrerin Annegret Mayr, Siegen: „Extra nos“ - so nannte Luther das: „Außerhalb unserer selbst“ befindet sich die Quelle unserer Liebe. Wie ein Baum nicht aus sich selbst heraus Frucht bringt, sondern dazu das Wasser aus den „Wasserbächen“ braucht, so speist sich unsere menschliche Fähigkeit, zu lieben, aus der Liebe Christi, die nicht in uns ist, sondern in ihm, „extra nos“. Auch, wenn wir uns selbst einmal innerlich leer und ausgebrannt fühlen und keine Liebe mehr empfinden sollten, so können wir doch beten und darauf vertrauen, dass Gott uns mit neuer Liebeskraft beschenkt. Gott sei Dank!eine E-Mail an die Autorin

26. Januar

Du erfreust mein Herz mehr als zur Zeit, da es Korn und Wein gibt in Fülle.

Psalm 4, 8

Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.

Römer 14, 17

Prädikantin Sabine Lang, Hesselbach: Was ist wirklich wichtig? Unterschiedliche Menschen geben unterschiedliche Antworten. Wohlstand ist es eher nicht. Wie viele sind finanziell gut aufgestellt und doch unzufrieden? Gesundheit? Wie viele sind gesund und unzufrieden? Irgendwas gibt es immer, über das wir uns ärgern. Grummeln und jammern - ja das können wir.
Losung und Lehrvers haben einen anderen Fokus: Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Du, Gott, erfreust mich mehr als Reichtum und Wohlstand. Das will ich heute üben: Zufrieden sein und mich an Gottes Nähe freuen - ohne Wenn und Aber. Weihnachten über die Zeit hinaus in meinen Alltag tragen. Jesus ist kommen - Grund ewiger Freude. Auch im Januar.

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25. Januar

Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode.

Sprüche 11, 19

Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.

Matthäus 5, 6

Pfarrerin Barbara Plümer, Siegen: Gerechtigkeit meint hier weniger juristisches Recht. Vielmehr ein Jemandem-gerecht-Werden. Den anderen in seinen Bedürfnissen achten. Den Bösen nachjagen, zeugt also von Missachtung der anderen. Das zerstört die Gemeinschaft, den Zusammenhalt zwischen Arm und Reich, zwischen der heutigen Generation und der künftigen. Wenn wir heute nur an unsere Bequemlichkeit denken, zerstört das die Lebensgrundlage der nächsten Generation. Zu Englisch: der Next Generation. Kein Wunder, dass die sich wehren, in der Hoffnung, dass wir endlich und schleunigst Generationen-Gerechtigkeit walten lassen.

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Barbara Plümer ist die Gehörlosen-Seelsorgerin des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein.

24. Januar

Der Höchste ist deine Zuflucht.

Psalm 91, 9

Jesus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!

Johannes 14, 1

Jugendmitarbeiter Jonas Pfeiffer, Erndtebrück: Ein Zufluchtsort ist ein Platz, wo man sich sicher fühlt, wo man sich auch mal vom Stress befreien kann oder wo man sich einfach wohlfühlt. Ich denke, jeder hat so einen Ort irgendwo. Für uns kann auch Gott so ein Zufluchtsort sein. Bei ihm sind unsere Gedanken und Gefühle sicher. Wir können alles bei ihm rauslassen, er hält uns sicher wie eine Burg, egal was wir ihm anvertrauen.

eine E-Mail an den Autor, die Post wird aus dem Berleburger Haus der Kirche weitergeleitet

 

23. Januar

Lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich!

Psalm 25, 20

Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.

Matthäus 7, 25

Pfarrerin Kerstin Grünert, Erndtebrück: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Hand aufs Herz: Wie läuft es bei dir so mit dem Vertrauen? Auf Gott? Bedingungslos? Immer und überall? Gelingt mir nicht immer. Das Gute ist: Gott rechnet auch gar nicht damit. Schon immer war es so, dass die Menschen um ihr Gottvertrauen ringen mussten und dabei auch Gott in die Pflicht nahmen. Kontrollieren kann man ihn ja eher schlecht. Aber, so lange die Erde steht, richtet sich der Mensch an seinen Schöpfer und fordert von ihm Bewahrung, Begleitung, eben einen Grund für Gottvertrauen. Und das ist keineswegs verwerflich oder zu verurteilen, sondern eine tiefe Glaubensäußerung.

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22. Januar

Dir, HERR, ist niemand gleich; du bist groß, und dein Name ist groß, wie du es mit der Tat beweist.

Jeremia 10, 6

Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

1. Korinther 3, 11

Pfarrer Oliver Lehnsdorf, Bad Laasphe-Oberndorf: Gottes Wirken ist mehr als erstaunlich. Es ist wunderbar. Es zeigt sich in einer vielfältigen Weise. So kann man über Gottes Schöpferwirken jeden Tag neu ins Staunen kommen. Das, was er geschaffen hat, und jeden Tag neu schafft, ist einzigartig. Man muss sich nur die Vielfalt in seiner Schöpfung anschauen. So gibt es zum Beispiel in der Welt aktuell mehr als 180.000 Schmetterlingsarten und circa 250.000 Blumenarten. Für das und für unendlich viel mehr können wir Gott immer wieder neu dankbar sein; und dabei ganz besonders dafür, dass wir Menschen auch von ihm geschaffen wurden.

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21. Januar

Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren.

Hiob 1, 21

Zieht an den Herrn Jesus Christus.

Römer 13, 14

Pfarrer Oliver Günther, Oberholzklau: Meine Oma war eine kluge Frau. „Ein Totenhemd hat keine Taschen“, hat sie gesagt, „und ein Taufkleid auch nicht.“ Sie hatte Recht: Als Mensch kommt man mit nichts und man geht mit nichts. Alles Wichtige in meinem Leben ist ein Geschenk: Die Luft, die ich atme. Das Blut, das durch meine Adern fließt. Die Menschen, die ich liebe. Das gibt es alles nicht in Dosen zu kaufen. Meine Oma wollte mich Demut lehren, glaube ich. Einige Jahrzehnte später habe ich die Lektion verstanden. Demut ist Gottes Gewand und Bescheidenheit das Kleid, das seinen Menschenkindern besonders gut steht. Ich möchte lernen, einfach zu leben.

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20. Januar

Wenn du deinem Nächsten etwas verkaufst oder ihm etwas abkaufst, soll keiner seinen Bruder übervorteilen.

3. Mose 25, 14

Wir sehen darauf, dass es redlich zugehe nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen.

2. Korinther 8, 21

Pfarrerin Kerstin Grünert, Erndtebrück: Wurst wider Wurst - ein wohlbekanntes und gerne praktiziertes Prinzip. Sozusagen die volkstümliche Weise von „wie du mir, so ich dir“. Ich kenne es daher, dass man zu bestimmten Ereignissen Geschenkelisten führt, um genau zu wissen, was man vom wem bekommen hat, um, im Falle eines Falles, angemessen wider zu schenken. Es soll ja gerecht zugehen und die Soll- und Haben-Seite ausgeglichen sein. Für uns Menschen ist das wichtig. Denn das menschliche Recht- und Unrechtsbewusstsein ist empfindlich, und wir müssen uns immer wieder anstrengen, nicht mit zweierlei Maß zu messen.

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19. Januar

Gott sieht die Enden der Erde und schaut alles, was unter dem Himmel ist.

Hiob 28, 24

Es ist nicht der Wille eures Vaters im Himmel, dass auch nur eins dieser Geringen verloren gehe.

Matthäus 18, 14

Laienpredigerin Monika Benfer, Bad Laasphe: „Big Father is watching you“ - also doch: Er sieht alles, er hört alles, wir stehen ständig unter Beobachtung, kein Schritt, den wir gehen, ohne dass er es weiß. Ja, so ist es. Doch schaut Gott nicht mit Argusaugen darauf, dass ich alles richtig mache. Der Herr schaut mit Augen der Liebe auf diese Erde. Auf jeden Menschen, ganz persönlich, fällt dieser Blick. Wir sind ebenfalls dazu aufgerufen, uns gegenseitig mit Liebe anzusehen und zu begegnen. Dann weitet sich unser Blick, dann wird kein Mensch mehr verloren gehen, selbst die Schwachen und Hilflosen erfahren endlich Zuwendung.

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18. Januar

Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlöst hast.

2. Mose 15, 13

Christus hat gelitten, ein für alle Mal um der Sünden willen, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führe.

1. Petrus 3, 18

CVJM-Posaunenchor-Leiter Matthias Herling, Raumland: Wenn ich Ungerechtigkeit sehe, werde ich innerlich zornig, wünsche dass Gott selbst die Sache gerade rückt. Wenn ich aber ehrlich vor mir bin, muss ich zugeben, dass auch ich unbarmherzig sein kann. Ich bin genauso Teil des Problems und brauche Gottes Barmherzigkeit, seinen Beistand und Erlösung von meinem Zorn. Das hat sich Gott seinen Sohn kosten lassen. Erst, wenn ich Barmherzigkeit erfahre, kann ich sie auch weitergeben. Und Gott ist unfassbar barmherzig, viel mehr, als wir glauben. Wenn ich anfange, das zu begreifen, können Beziehungen untereinander und zu Gott wieder heil werden. Das schenke uns Gott.

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17. Januar

Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wider dich sündige.

Psalm 119, 11

Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.

2. Timotheus 1, 14

Presbyterin Katrin Spies-Gußmann, Bad Berleburg: Gottes Wort ist mein Roter Faden: Ich möchte liebevoll, treu, friedfertig, geduldig, kreativ und ehrlich sein. Durch Gottes Wort bekomme ich Ideen, wie das möglich sein kann. Mal gelingt es und mal nicht. Aber ich weiß, dass Jesus an meiner Seite ist, allein weil ich es probiere und nicht erst wenn es gelingt. So kann ich geben, zur Seite stehen, aber auch mich zurückziehen und muss mich nicht nach der momentanen Mode richten. Sondern orientiere mich an meinen Gaben und Gottes Wort. Was haben Sie für ihr Leben als Leitfaden und wonach leben Sie? Entdecken Sie es dieses Jahr neu! Viel Freude und Gottes Frieden!

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16. Januar

Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.

Psalm 71, 23

Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht.

Kolosser 1, 11 und 12

Pfarrer Ralf Prange, Siegen: Meine Lippen und meine Seele soll Gott Lob singen - Gott loben geht schwer im stillen Kämmerlein, im stummen Selbstgespräch. Das Lob soll und darf hinaus in die Welt um mich herum - hörbar, sichtbar. Das Wichtigste ist aber das körperliche Spüren dieses Lobes, das körperliches Spüren der Anwesenheit Gottes. Und das geht im Singen mit voller Stimmer wunderbar. Probieren Sie es aus!

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15. Januar

Recht und Gerechtigkeit tun ist dem HERRN lieber als Opfer.

Sprüche 21, 3

Wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Jakobus 2, 26

Pfarrerin Silke Panthöfer, Weidenau: Würde sich alles, was die Bibel über Gott und Mensch zu sagen hat, in einem einzigen Wort kristallisieren, so wäre es dies: Gerechtigkeit. „Gerechtigkeit ist ein Name für Gott“ formulierte es die Theologin Dorothee Sölle. „Tu deinen Mund auf für die Stummen, für die Sache aller, die verlassen sind!“ lese ich wenige Kapitel weiter im Buch der Sprüche. Das ist Gott kostbarer als religiöser Kult. Eine klare Aussage, die an aktueller Kraft nichts eingebüßt hat. Heute am Sonntag eine Erinnerung daran, dass der eigentliche Gottesdienst in unserem alltäglichen Leben stattfindet.

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Silke Panthöfer ist Krankenhausseelsorgerin im Kreisklinikum Siegen.

14. Januar

Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten.

Psalm 139, 16

Sorgt euch nicht um euer Leben.

Matthäus 6, 25

Gemeindepädagogin Heike Dreisbach, Wilnsdorf: In alten Tagebüchern blättern ist spannend. Und teilweise auch peinlich. Was mein früheres Ich schon so alles für aufschreibenswert gehalten hat! Wie wird meine Geschichte weitergehen und die meiner Lieben? Was möchte ich gerne noch erleben? Was kommt noch auf mich zu? Und vor allem: Wie viel Zeit bleibt mir überhaupt noch? Daran erinnert zu werden, dass mein Leben geborgen ist bei Gott, lässt mich ruhig werden. Auch wenn ich vieles nicht überblicke.

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Heike Dreisbach leitet die Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein.

13. Januar

Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht! Habe ich's dich nicht schon lange hören lassen und es dir verkündigt? Ihr seid doch meine Zeugen!

Jesaja 44, 8

Wir sind Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!

2. Korinther 5, 20

Pfarrerin Berit Nolting, Bad Berleburg-Berghausen:Fürchtet Euch nicht!“, wird uns an diesem Freitag, den 13., zugesprochen. Wie passend! Es gibt ja tatsächlich Menschen, die mit so einem Tag Unheil verbinden. Da können wir als Christen drüberstehen.
Wir haben jemanden an unserer Seite, der uns ganz klar zuspricht: Du brauchst keine Angst zu haben. Und das dürfen wir auch als Botschafter Gottes so weitergeben. Wir haben einen Gott, der uns liebt. Der sogar sein Leben für uns aus Liebe gelassen hat. Da kann uns doch nichts schrecken!

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12. Januar

Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele?

5. Mose 10, 12

Wer sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen.

1. Johannes 2, 5

Pfarrerin Ursel Groß, Grafschaft: Gott fürchten, in allen seinen Wegen wandeln, ihn lieben und ihm dienen von ganzem Herzen und von ganzer Seele? Unverschämt! Unverschämt? Oder nicht vielmehr die Quelle für mein Leben? Gott hat sich erneut über Israel erbarmt: Er hat den Bund, in der Wüste mit dem Goldenen Kalb am Berg Horeb gebrochen, erneuert und den Menschen in Israel die Gebote zu einem gelingenden Leben und Miteinander-Leben neu geschenkt. Wieder mal steht alles auf Anfang.
Und in diesem Moment sucht Gott die Antwort des Menschen auf sein Erbarmen: Wie ich mit dir leben will, so lebe du auch mit mir! Aus der Zuwendung und dem Erbarmen Gottes heraus wird seine Forderung für mich zur Quelle des Lebens.

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11. Januar

Der HERR hört mein Flehen; mein Gebet nimmt der HERR an.

Psalm 6, 10

Wenn du betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.

Matthäus 6, 6

Erzieherin Angelika Krämer, Niederlaasphe: Wie gut, dass wir nicht allein sind und jederzeit im Gebet mit Gott verbunden. Egal, ob wir mit Corona in Quarantäne sitzen oder uns allein auf einem einsamen Weg in einem fernen und fremden Land befinden. Er hört unsere Bitten, Zweifel und Klagen geduldig an und gibt uns ein Gefühl der Geborgenheit. Den Kindern in unserer Kita sage ich „Beten ist Reden mit Gott“, und das können wir zu jeder Tages- und Nachtzeit tun. Immer, wenn wir seine Aufmerksamkeit brauchen, ist er für uns da. Für jeden von uns.

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10. Januar

Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? Gott sprach: Ich will mit dir sein.

2. Mose 3, 11 und 12

Jesus spricht: Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

Matthäus 10, 16

Jugendreferent Arnd Kretzer, Niederschelderhütte: Wer bin ich (eigentlich)? Diese Frage hat sich doch jede/r von uns schon mehr als einmal gestellt! Wo ist mein Platz, was kann ich schon ausrichten und was trauen andere, aber auch erst recht ich selber mir zu? Und wenn jemanden wie Mose solche Selbstzweifel plagen, dann darf ich sie auch zulassen! Und egal, wer ich gerade bin und wie ich mich fühle - die Konstante (auch zwischen Schafen, Wölfen, Schlangen und Tauben) ist: Gott will mit mir sein! Und er hat für mich einen Plan und einen Platz im Leben. Eine schöne Antwort auf die Frage gibt auch das Lied „Who am I?“ der Casting Crowns.

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9. Januar

Du sollst nicht einem Schuldigen Beistand leisten, indem du als Zeuge Gewalt deckst.

2. Mose 23, 1

Brüder und Schwestern: Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob - darauf seid bedacht!

Philipper 4, 8

Superintendentur-Mitarbeiterin Christiane Petri, Hatzfeld: „Schau genau hin!“, so rufen mir die Texte heute zu. „Nimm wahr, was um Dich herum passiert. Und reagiere darauf.“ In allen Dingen nur das Beste suchen, für Wahrheit und Recht eintreten. Hand aufs Herz: Sind das die Vorzeichen, unter denen ich meine Tage lebe? Erst kürzlich durfte ich erfahren, was ich durch das Aussprechen meiner Wahrnehmung auszurichten vermag. Ein simples Lob für eine aufmerksame Verkäuferin: „Sie sind ein Schatz.“ Das Strahlen auf dem Gesicht meines Gegenübers war mehr als ein Dank für die Anerkennung. „You made my day“ - Du hast meinen Tag gerettet - heißt so etwas heute umgangssprachlich.
Wem retten Sie, wem rettest Du heute den Tag? 

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8. Januar

Dein Herz soll sich's nicht verdrießen lassen, dass du deinem armen Bruder gibst.

5. Mose 15, 10

Gebt, so wird euch gegeben.

Lukas 6, 38

Pfarrer Martin Behrensmeyer, Altenhundem:Gebt, so wird euch gegeben!“ - im Volksmund ist daraus das Sprichwort geworden: „Geben ist seliger als nehmen!“ Wie weltfremd das klingt.
„Nimm dir, was du kriegen kannst!“ - so lautet das gängige Motto heute: Steuerbetrug im Kleinen und Großen, Bestechung in Millionenhöhe, Annektierung fremder Landesteile. Trotzdem: „Geben ist seliger als nehmen!“ Denn diese kluge Lebenserfahrung erinnert daran, dass wir alle aufeinander angewiesen sind. Heute bin ich in der glücklichen Lage, helfen zu können. Doch morgen schon liege ich vielleicht am Boden. Wie gut, wenn dann jemand da ist, mir zur Seite springt und aufhilft. Wir brauchen einander. Es geht nur gemeinsam.

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Martin Behrensmeyer unterstützt die Kirchengemeinden Banfetal und Bad Laasphe im „Pastoralen Dienst im Übergang“.

 

7. Januar

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN!

Psalm 113, 3

Der Gott der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.

Römer 15, 5 und 6

Pfarrer Herbert Scheckel, Allenbach: Wer glaubt, darf immer wieder heraustreten aus dem Kreisen um sich selbst und nimmt Gott in den Blick und freut sich an ihm. Bester Ausdruck ist das von Herzen gesungene „Ich steh‘ an deiner Krippen hier“ - darf man auch längst nach Weihnachten noch singen. Gott loben tut der Seele gut und es ist die angemessene Art, seinem Gott zu begegnen.
Wer vom Aufgang der Sonne (vielleicht auch vorher schon in wachen Nachtstunden) bis zu ihrem Niedergang Gott lobt, scheint auch ein sehr gesundes Verhältnis zu seinen lieben Mitmenschen zu haben. Denn wer lobt, kann nicht hassen oder neiden. Heute wird ein guter Tag.

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6. Januar

Hiskia wurde todkrank; und er betete zum HERRN. Der redete mit ihm und gab ihm ein Wunderzeichen. Aber Hiskia vergalt nicht nach dem, was ihm geschehen war; denn sein Herz überhob sich.

2. Chronik 32, 24 und 25

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 

1. Petrus 5, 5

Pfarrer Jens Brakensiek, Burbach-Holzhausen: Mächtige haben’s schwer mit der Demut. Bei König Hiskia geht es hin und her. Zuletzt bekommt er gerade noch die Kurve: „Da demütigte sich Hiskia darüber, dass sein Herz sich überhoben hatte“. Reiche haben’s oft noch schwerer.
Ich bin weder mächtig noch reich und hab’s trotzdem oft schwer mit der Demut. Dann mache ich mir klar: Es geht hier nicht ums Kuschen. Die Gnade Gottes wird denen zugesprochen, die mutig sind. Die nämlich den Mut aufbringen, zuzugeben: Ich brauche dich, Gott! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen mutigen Tag.

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5. Januar

Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.

Psalm 71, 17

Simeon sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern.

Lukas 2, 29 bis 31

Pfarrerin Dr. Sandra Gintere, Winterberg: Wie viele Menschen, die heute Kinder und Enkelkinder haben, können wie David etwas ähnliches von sich bezeugen? David sagt und bezeugt: Ich habe von Jugend auf an Gott geglaubt. ER hat mir immer treu zur Seite gestanden und davon erzähle ich meinen Kindern und Enkelkindern, damit sie ebenfalls im Glauben wachsen, damit sie unseren Glauben, den Glaube unserer Vorfahren, weitergeben können. In wie vielen Familien wird überhaupt noch über Gott und über den Glauben geredet? Wie viele Eltern erziehen ihre Kinder noch im Glauben? Und was bedeutet das für die zukünftige Generationen? Amen.

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4. Januar

Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

1. Könige 19, 7

Stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und tut sichere Schritte mit euren Füßen.

Hebräer 12, 12 und 13

Pfarrer Bernd Münker, Netphen: Womit stärken Sie sich? Gute Worte am Morgen können Motivation und Kraft geben. Ich lese morgens einen längeren Bibeltext und ich bete. Das ist mein geistliches Frühstück, genauso wichtig wie die Scheibe Brot oder das Müsli. Manchmal sind es aufbauende Worte, die mir helfen. Ja, auch Kritik kann anspornen, wenn sie ehrlich und fair ist. Andere stärken und auf die Beine helfen können manche Menschen wirklich gut. Manche von ihnen arbeiten in die Diakonie, bringen Mahlzeiten an die Haustür oder pflegen Menschen. Stellen Sie sich vor, Gott zeigt Ihnen heute vielleicht jemanden, dem Sie irgendwie helfen können.

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3. Januar

HERR, führe meine Sache und erlöse mich; erquicke mich durch dein Wort.

Psalm 119, 154

Der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen.

2. Thessalonicher 3, 3

Jugendmitarbeiter Jürgen Schneider, Feudingen: Der Lehrtext heute erinnert mich an ein Lied von Tobias Gerster, es heißt schlicht: Treu. Hierin wird davon gesungen, wie treu Gott zu mir ist; er schämt sich nicht für mich, er steht zu unserer Freundschaft und geht jeden Tag neu mit mir durch dick und dünn. Ihm ist es egal, dass ich schwierig bin, dass ich mal versage oder ich selbst ihm nicht treu ihm. Er hält immer zu mir und lässt mich nicht allein. Unser Gott ist und bleibt uns treu - unerschütterlich, ohne wenn und aber. Ist das nicht eine wundervolle Zusage für das Jahr 2023?

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2. Januar

Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; darum bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der HERR.

Jeremia 31, 20

Gott, der reich ist an Erbarmen, hat uns in seiner großen Liebe, die er uns entgegenbrachte, mit Christus zusammen lebendig gemacht, obwohl wir tot waren in unseren Verfehlungen.

Epheser 2, 4 und 5

Presbyterin Claudia Seyfried, Bad Berleburg-Girkhausen: Eine gute Nachricht zu Beginn des neuen Jahres: Gott ist ein Gott der Neuanfänge. Ganz gleich wie groß die Schuld ist, die wir auf uns geladen haben, ganz egal, wie oft wir mit unseren guten Vorsätzen scheitern werden und auch dann, wenn wir falsche Wege einschlagen: Gottes Liebe zu uns lässt sich dadurch nicht aufhalten; er gibt seine Kinder niemals auf. Mit diesem Versprechen Gottes und der Gewissheit, dass bei ihm auch Scheitern erlaubt ist, können wir zuversichtlich in das neue Jahr starten und mutig neue Wege einschlagen.

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1. Januar 2023

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

Psalm 42, 3

Wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

Matthäus 7, 8

Presbyter Christian Schneider, Bad Berleburg: In einem Lied von Hillsong heißt es: „Bis ich dir gegenüber steh' und dich mit meinen Augen seh‘, vertrau' ich dir.“ Die sehnsuchtsvolle Frage des Psalm-Beters hat mich an dieses Lied erinnert. Beides enthält nicht die klassische Aussage mit dem „Ich glaube nur, was ich sehe.“ Es ist viel mehr die Vorfreude auf das „Ich werde Ihn sehen, an den ich glaube“. Und um diese Vorfreude zu erlangen, brauchen wir ein Vertrauen in Gott, und wir müssen uns auf den Weg machen. Ansonsten können wir nicht ankommen.

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Wegen der Corona-Pandemie wurden im März 2020 auch im Wittgensteiner Kirchenkreis die Gottesdienste abgesagt. Trotz aller Kontakt-Beschränkungen sollte deshalb ein theologischer, tröstlicher Impuls regelmäßig und unkompliziert die Frohe Botschaft auf der Homepage greifbar machen. Zunächst schrieben nur die Pfarrerinnen und Pfarrer aus Wittgenstein und Hochsauerland kurze Gedanken zu den Herrnhuter Losungen auf, schnell danach auch heimische Prädikantinnen, schließlich ganz unterschiedliche ehren-, neben- und hauptamtliche Mitarbeitende aus dem Kirchenkreis und den Kirchengemeinden.

Auch wenn Corona inzwischen seinen Schrecken verloren hat, gibt es das Angebot ab 2023 auch in dem neuen Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein, mit zwei Änderungen: Künftig gehören zusätzlich Mitarbeitende aus dem Siegerland und dem Olper Sauerland zum Impuls-Team, außerdem gibt es die kurzen Texte jetzt nicht mehr nur an den sechs Werktagen, sondern an allen sieben Wochentagen.

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